Laser Enthaarung

Viele Menschen sind täglich damit beschäftigt, störende Körperhaare zu entfernen. Augenbrauen zupfen, Achseln oder Beine rasieren gehören zur täglichen Routine in fast jedem Badezimmer.

Die Laserepilation (Laserenthaarung) ist eine moderne Methode zur dauerhaften Entfernung dieser störenden Haare. Das Verfahren beruht auf dem Prinzip der selektiven Photothermolyse, einem physikalischen Effekt, der durch eine Lasertherapie erzielt wird. Infolgedessen werden durch Wärmeentwicklung die Haarwurzeln dauerhaft zerstört.

Vor der Behandlung

Vor der Therapie findet ein ausführliches Aufklärungsgespräch statt. Eine vorherige Sonnenexposition sollte vermieden werden, da die Behandlung bei nicht gebräunter bzw. heller Haut erfolgreicher ist. Außerdem sollte der Patient andere Cremes und Make-up unmittelbar vor der Lasertherapie entfernen sowie 1-3Tage vorher eine Rasur durchführen, damit die Haarwurzeln direkter erreicht werden können.

Das Verfahren

Zu Beginn der Laserepilation sollte erst ein Testareal behandelt werden, um die Verträglichkeit festzustellen. Die Wirkung des Lasers ist von der Wellenlänge des Lichts, der Impulsdauer und der Energiedichte abhängig. Die Behandlung wird mit einer niedrigen Energiedichte gestartet und langsam gesteigert.

Das Pigment Melanin (brauner Farbstoff) verleiht sowohl der Haut als auch den Haaren ihre Farbe, allerdings ist es in den Haaren am höchsten konzentriert. Das Melanin stellt somit das sogenannte Zielchromophor dar. Es absorbiert ( nimmt auf ) das Laserlicht am besten und wird dadurch stark erhitzt. Die Hitze zerstört den Haarfollikel und das Haar fällt aus. Da sich auf der Hautoberfläche schnell Wärme entwickelt, ist eine Kühlung der Haut sehr sinnvoll. Es kommen unterschiedliche Kühlsysteme zur Anwendung, hierzu zählen Eiswürfel, Kühlsprays und transparente Kühlgele.

Folgende Laser  sind für die Epilation geeignet:

  • Rubinlaser
  • Alexandritlaser
  • Dioden-Laser
  • Nd:Yag-Laser

 

Da die menschlichen Haare in Phasen wachsen, und die Enthaarung nur in der Anagenphase (Wachstumsphase) erfolgreich ist, sind mehrere Sitzungen notwendig, um alle Haarwurzeln zu zerstören. Circa 30 % der Haare befinden sich in der Wachstumsphase (Anagenphase). Die restlichen Haare sind in der Catagenphase (Übergangsphase) und der Telogenphase (Ruhephase). Die Haare fallen während der Telogenphase (Ruhephase) des Haares aus.

Im Haarzyklus liegt der ideale Zeitpunkt für die Laserepilation in der Anagenphase. Die Behandlung muss deshalb mehrfach in Intervallen von 4-6 Wochen wiederholt werden. Da der Erfolg der Laserepilation vom Melaningehalt der Haare abhängig ist, sind die Resultate bei dunkelhaarigen Patienten mit heller Haut am besten. Die Wirksamkeit ist bei blonden, grauen oder weißen Haaren sehr gering bzw. gar nicht gegeben.

Folgende Körperstellen können mittels Laser von störenden Haaren befreit werden:

  • Kinn, Oberlippe, Wangen, Augenbrauen, Ohren
  • Hals
  • Schulter, Nacken
  • Achselhöhlen
  • Intimbereich, Bikinizone, Po
  • Brust
  • Bauch, Rücken
  • Hände, Arme
  • Füße, Beine

Nach der Behandlung

Im Anschluss an die Laserepilation sollte eine starke Sonnenexposition unbedingt vermieden werden. Falls Schwellungen und Rötungen auftreten, können die behandelten Areale mit Eiswürfeln oder kühlenden Auflagen beruhigt werden. Falls Follikulitiden (Entzündungen der Haarfollikel) auftreten, kann eine lokale antiseptische Therapie (z. B. mit Cremes zur Entfernung der Bakterien, die die Entzündung hervorrufen) durchgeführt werden.

Ihr Nutzen

Die Laserepilation dient Ihrer Schönheit und Ihrem Wohlbefinden. Lästige Härchen können gründlich und wirkungsvoll entfernt werden und Ihre Haut ist streichelzart und weich.